Mein schamanisches Wochenende

 

Als ich im Sommer auf meine bucket list schrieb (Artikel hier), dass ich irgendwann mal in meinem Leben Schamanische Heilerin bzw. Energieheilerin werden möchte, beschloss ich „Warum nicht direkt anfangen?“ und buchte ein Wochenendseminar bei Silvia Grenz von http://schamanische-heilarbeiten.de/

 

Inhalt des Wochenendes? Schamanische Reisen.

 

Irgendwo muss ich ja anfangen, dachte ich mir. Und falls ich das Jahres-Training absolvieren möchte, dann hätte ich schon mal das erste Wochenende der Ausbildung gemacht.

Ich will gar nicht in Details gehen (sorry, falls ihr euch mehr Einsicht erhofft habt), sondern über die wichtigsten Aspekte schreiben, die an dem Wochenende aufkamen.

 

Nämlich:

Warum interessiert sich jemand wie ich für Schamanismus? Was ist eigentlich schamanisches Reisen? Schamanismus – esoterischer Quatsch?

Fantasie oder echt –was denn jetzt?

Und:

Werde ich jetzt schamanische Heilerin?

 

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Und denkt dran: Like it, share it, be inspired! (Den Satz habe ich schon viel zu lange nicht mehr geschrieben!)

 

Warum gerade Schamanismus?

Für mich als Wildnispädagogin gehören die Themen „Natur und Schamanismus“ einfach zusammen. Die Wildnispädagogik beruht auf dem Wissen indigener Völker und Schamanismus ist integraler Bestandteil ihrer Kultur.

 

Eins sein mit dem natürlichen Kreislauf des Lebens, nicht nur mit der sichtbaren (alltäglichen) Welt, sondern auch mit der nicht-sichtbaren (nicht-alltäglichen). Arnold Mindell (Quantenphysiker und Psychotherapeut, der seine Fachgebiete mit Schamanismus und Taoismus  kombinierte und außergewöhnliche Zusammenhänge aufzeigt!) spricht in diesem Zusammenhang übrigens von Konsens-Realität (die Realität, über die allgemeiner Konsens besteht) und Nicht-Konsens-Realität (subjektive Wahrnehmung einer Realität).

 

In unserer Wildnispädagogik- Ausbildung haben wir immer wieder Übungen gemacht, um mit Natur in Kontakt zu treten und ihre Informationen zu verstehen, die sie uns unentwegt übermittelt.

 

Denn:

Lernen wir Natur zu verstehen, macht unsere Umwelt um uns herum Sinn und

wir fühlen uns sicher und wohl.

Und:

Lernen wir, mit unserem inneren Auge hinter den Vorhang des Sichtbaren zu schauen, macht die spirituelle Welt, die uns umgibt, erst Recht Sinn.

 

Wir spüren, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Unser Körper sagt uns, wenn eine Störung vorliegt. Unsere Psyche, unser Geist, unsere Seele (!) teilen uns mit, wenn wir etwas ändern müssen.

Doch oftmals ignorieren wir eben diese Signale und belassen es bei „mir geht’s irgendwie nicht gut“ oder schieben es lediglich auf unseren physischen Körper. Schamanismus kann dann helfen, unbewusste Themen aufzudecken.

Wie? Zum Beispiel über schamanische Reisen 😉

 

Schamanisches Reisen

Bei Viversum gibt es einen sehr guten Einblick, was schamanisches Reisen als Ritual von indigenen Naturvölkern bedeutet:

 

„Die uralten Rituale im Schamanismus helfen Menschen wieder im Einklang mit dem Inneren und der göttlichen Kraft zu sein. Eine schamanische Reise löst Blockaden und weckt die Stärke des eigenen Selbst.“

und

„Eine schamanische Reise zur Seele hilft Ihnen beim Ganzwerden indem Sie Ihre eigene Seelenkraft entdecken und Inspiration erfahren. Bei Reisen in die Anderswelt verbinden Sie sich mit Ihrer inneren und ursprünglichen Kraft. Sie lernen loszulassen, wecken Ihr tief verborgenes Potenzial und können es für sich nutzen.“

 

Bei einer schamanischen Reise, so schreibt Trommelreiter,

 „verlässt ein Schamane unsere stoffliche Welt, und begibt sich in eine Art Trance-Zustand, so dass er einen Teil seiner Seele in die andere Welt (daher resultieren auch die Begriffe Anderswelt/Anderwelt) schicken kann. Ein derartiger Trance-Zustand wird in der Regel durch das Schlagen einer Trommel erreicht.“

 

Wie eine Schamanische Reise abläuft, könnt ihr hier http://www.kondor.de/shaman/reise.html  nachlesen.

 

An unserem Wochenende haben wir mehrere Übungen gemacht, auch Partner-Übungen und über die Ergebnisse war ich mehr als überrascht! Ich konnte nicht glauben, wie zutreffend alle Informationen waren! Niemand in der Gruppe hätte dieses oder jenes über die andere wissen können.

 

Fantasie oder echt? Was denn jetzt?

Eine der meistgestellten Fragen in diesem Kontext ist wohl: Ist das meine Fantasie oder ist das echt?

Auch an diesem Wochenende fragten wir, die Teilnehmerinnen, uns das immer wieder. Bereits letztes Jahr, als ich in Schweden in einem B&B/Spirituellen Zentrum bei einer Reinkarnationstherapeutin ausgeholfen habe, hatte ich viele Gespräche über genau diesen Aspekt mit ihr. Annes Antwort?

 

„Du wirst nie wissen, ob es echt ist. Du kannst lediglich deiner Intuition vertrauen.“

 

Bei schamanismus.org bin ich auf diese Aussage gestoßen, die mir sehr weitergeholfen hat:

„Es besteht aber keine Notwendigkeit während der Reise zu zweifeln, sich während der Reise den Kopf über Phantasie und Einbildung zu zerbrechen. Ein Germanisches Sprichwort sagt: “nur der Narr grübelt die ganze Nacht, um am nächsten Morgen zu erkennen, dass es nicht geholfen hat“.“

 

 

Wenn ich zweifle, ist das dann mein Verstand, der sich einschaltet?

Ja! Eins ist mit Sicherheit zu sagen: Wenn der Verstand anklopft, blockiert er meist jegliche Intuition und die Bilder, die wir sehen, werden in die Kategorie “blühende Fantasie” eingeordnet.

 

Was bedeutet das, was ich mit meinem inneren Auge sehe, fühle, rieche etc.?

Der Griff zum Smartphone und zack, die Antwort ist da. Tiere, Symbole, Landschaften etc., die ich während meiner schamanischen Reise gesehen habe, bedeuten dieses und jenes. Aha. Da habe ich die Bestätigung. Oder die Widerlegung. Kann ja alles nicht stimmen. Doch nur Fantasie.

Ich gehöre (leider) zu denen, die es genauso nur allzu oft machen und dabei die Intuition in dem Moment ausschalten, wenn der Begriff bei Google eingegeben ist. Ich arbeite daran, es nicht zu tun und mehr in mich hinein zu horchen, was mein Unterbewusstsein mir sagen will 😉

 

 

„Schamanisches Reisen? Esoterischer Quatsch!“

Wie redet man eigentlich über solche Themen? Das frage ich mich immer wieder und insbesondere als ich anfing, diesen Artikel zu schreiben.

 

Am schamanischen Wochenende waren wir sieben Frauen, die sich (bis auf zwei) vorher nicht kannten. Wir hatten alle unterschiedliche Hintergründe, Berufe, Lebenserfahrungen, doch verband uns eine Sache sehr: Spiritualität.

Wir konnten von Anfang an offen sprechen und zwar so, dass wenn jemand „Außenstehendes“ zugehört hätte, er hätte uns alle für verrückt erklärt. 🙂

Dinge spüren bevor sie passieren, Krafttiere, die einen begleiten, Auren sehen und lesen…das, was andere als esoterischen Quatsch abstempeln, ist für uns ganz natürlich.

 

Wie also mit Menschen über solche Themen sprechen, die damit nichts anfangen können? Bisher habe ich noch keine Antwort gefunden.

 

In den letzten Jahren habe ich immer wieder zwei Erfahrungen gemacht:

Wenn ich nicht über spirituelle Themen spreche, staut es sich in mir an und ich werde unglücklich.

und

Ich habe in den letzten Jahren immer wieder erlebt, dass dort, wo katholische Kirche stark vertreten ist, weniger Menschen offen über Themen wie Spiritualität, Schamanismus oder Esoterik sprechen. Ein Zufall?

 

Was ich auf jeden Fall daraus gelernt habe, ist: Wenn ich offen über Spiritualität spreche, dann ziehe ich dadurch genau die Menschen an, die gleichgesinnt sind.

 

Fazit

Ich fand das Wochenende unglaublich bereichernd. Sich in einer Gruppe so wohl zu fühlen und einfach geradeheraus über Themen sprechen zu können, die von so vielen in unserer Gesellschaft abgewertet und verurteilt werden…das hat einfach gut getan! Es war auch gut für mein Hals-Chakra, ich habe danach eine deutliche Verbesserung bemerkt 😉

Ob ich (jetzt schon) eine Ausbildung zur Schamanischen Heilerin oder erst Reiki-Kurse besuche, das weiß ich noch nicht. Momentan wäge ich noch ab, welche Themen mich zuerst anziehen bzw. eine größere Priorität in meinem Leben haben.

Ich kann euch nur raten: Probiert es aus! Setzt euch mit eurer spirituellen Seite auseinander und euch eröffnen sich Zugänge zu eurem Unterbewusstsein und inneren Welten, die ihr nicht für möglich gehalten hättet 😉