Eintauchen…SLOWENIEN (Tomaz)

Heute stellt uns Tomaz sein Land Slowenien vor und ich habe mich sofort in seine Fotos verliebt! Sind sie nicht toll?

Und ich frage mich, wie Krainer Wurst schmeckt….? Oh und seht euch vor einem Klaps auf den Po vor. Warum? Lest die Erklärung hier!

Ich bin auf jeden Fall neugierig auf Slowenien geworden und würde sofort hinreisen, ihr auch? 😉

PS: I liebe trockenen slowenischen Humor 🙂

 

Ein typisches Gericht

Essen ist sehr wichtig für Slowenen. Es geht vor allem um zu Hause produzierte und verifizierte Zutaten. Wir würden sagen, dass der Geschmack der Slowenen der Geschmack der Natur ist:

 

Gemüse aus dem Garten, Getreide von lokalen Feldern,

Früchte aus den Obstgärten und Wäldern von einem der am meisten bewaldeten Länder in Europa,

traditionell zubereitete Fleischgerichte und Milchwaren von den Weiden und Honig,

der von den weltberühmten slowenischen Honigbienen stammt.

 

Mitten auf der Kreuzung von Europa zu liegen, bedeutet, dass Slowenien von der italienischen, germanischen, ungarischen und balkanischen Küche beeinflusst wurde. Und doch haben wir unseren eigenen Geschmack entwickelt und es gibt viele Gerichte, die herausragen als wahrhaft slowenisch.

Ich würde definitiv die Krainer Wurst nennen, die eine geschützte geographische Indikation hat. Sie wird in einer sehr speziellen Prozedur hergestellt, deren Rezept seit 1896 hochgeachtet benutzt wird.

 

Als Dessert sollte jeder ein Stück von Potica probieren. Dieses tradtionelle Gebäck ist ein Muss an jedem Feiertag in Slowenien, sei es Weihnachten, Ostern oder eine Familienfeier. Da Slowenien mit einer Reichhaltigkeit an kulturell verschiedenen Regionen mit unterschiedlichen kulinarischen Traditionen angibt, gibt es auch ein großes Angebot an Potica, von einfachen Nussrollen bis hin zu wahrhaften Meisterstücken mit aufwendigen Füllungen.

 

 

Wie auch immer, Walnuss-Potica ist am Üblichsten und die populäre Art. Traditionell wird es in einem Brotofen gebacken in einer runden, Lehmform, normalerweise hausgemacht und in der Form von Jesus Christus‘ Krone.

Rezept:

 

Für den Teig

600 g Mehl

30 g Hefe

0,2 l Milch

140 g Zucker

140 g Butter

4 Eigelb

1 TL Vanillezucker

Geriebene Zitrone

Für die Füllung

600 g Walnüsse

0,3 l Milch oder besser Doppelrahmfrischkäse

250 g Zucker

2 TL Rum

2-3 Eiweiß

 

 

  1. Mische die Hefe mit einem Teelöffel Zucker, einem Teelöffel Mehl und ein paar Teelöffel Milch. Lass sie für 15 Minuten aufgehen.
  2. Für die Füllung schüttest Du den Doppelrahmfrischkäse (oder die Milch) und den Rum über die Walnüsse und den restlichen Zucker. Gut umrühren. Schlage die Eiweiße steif und gebe sie nach und nach dazu.
  3. Um den Teig zu machen, gib alle Zutaten in eine Schüssel und mische sie zu einem glatten Teig. Rolle den Teig aus, gebe die Füllung darauf, forme eine feste Rolle und lege sie in die Backform. Decke sie ab und lasse sie für 60 Minuten bei Raumtemperatur aufgehen.
  4. Backe den Kuchen für 60 Minuten bei 180°C. Wenn der Kuchen fertig ist, lasse ihn in der Backform bis er heruntergekühlt ist, dann nehme ihn heraus und lege ihn auf ein Holzbrett und decke ihn mit einem sauberen Tuch ab. Wenn der Potica Kuchen abgekühlt ist, kannst Du ihn mit Puderzucker bestreuen.

 

Traditionen

Ich würde sagen lästern 🙂

Ansonsten sind die Slowenen sehr sportlich und Spaßliebende Menschen. Wandern und Bergsteigen haben viele Fans unter den Slowenen jeder Generation und jedes Wochenende von April bis Oktober sind unsere Berge vollgepackt.

Aber es gibt einen Berg, der alle anderen übertrifft: Triglav ist nicht nur die höchste Spitze, sondern auch ein Symbol der Slowenen und ihrer Kultur. Man sagt, dass man kein richtiger Slowene ist, wenn man nicht die 2864m hohe Spitze erklimmt hat im Herzen der Julischen Alpen.

Alle Erstbesteiger werden mit einem Klaps auf den Po eingeweiht mit einer speziellen Zeremonie.

 

 

Neben dem verrückt nach wandern sein, lieben Slowenen es, Party zu machen. Es gibt alle typischen Parties im Sommer in so ziemlich jedem slowenischen Dorf. Normalerweise sind sie von der örtlichen Feuerwehr organisiert und meistens wird traditionelle Akkordion Musik gespielt, die man aus anderen alpinen Ländern wie Österreich und der Schweiz kennt.

 

Über Schule

Das Schulsystem in Slowenien ist sehr ähnlich zu den meisten westlichen Ländern.

 

Eine Sache, die ich hervorheben würde ist, dass die Universität komplett kostenlos für alle ist.

Wir müssen nicht nur keine Semestergebühr zahlen, die Studenten bekommen auch

Vorteile wie subventionierte Essen und Schlafräume.

 

Deswegen sind die Studentenjahre die glücklichste Zeit fast jeden Sloweniers 🙂

Aber es gibt auch eine Kehrseite der kostenlosen Bildung. Dadurch, dass fast jeder einen Universitätsabschluss hat, verliert er seinen Wert und eine noch höhere Bildung garantiert keinen besseren Job. Deswegen sind auch viele junge Slowenen arbeitslos und viele von ihnen ziehen aus Slowenien weg, besonders nach der großen wirtschaftlichen Krise.

 

Ein typischer Tag

 

Ein Tag in Slowenien ist sehr ähnlich zu jedem anderen aus einem europäischen Land. Die meisten Menschen gehen von 8 bis 16Uhr zur Arbeit und Fabrikarbeiter arbeiten normalerweise von 7 bis 15Uhr oder sogar von 6 bis 14Uhr. Das lässt einem viel Zeit für Nachmittagsaktivitäten.

Menschen, die auf dem Land leben, gärtnern gerne oder erledigen Arbeiten rund um ihr Haus, während Leute aus der Stadt joggen gehen. Familie ist sehr wichtig für Slowenier und sie verbringen gerne ihre Freizeit mit ihren Angehörigen.

 

Was ich am Meisten über mein Land mag

Ich mag die Tatsache, dass es so klein ist. Man kann überall hin in kurzer Zeit. Sogar in einer Stadt muss man nicht Stunden für Transport verschwenden und Wochenendausflüge von Ljubljana sind wirklich einfach. Man muss nicht vorausplanen. Man kann sich entscheiden zwischen wandern in den Bergen am Morgen und am Nachmittag im Meer schwimmen.

 

Danke, Tomaz!