Steffi (2/2)

Fazit: Wie hat Dich das Reisen verändert, Steffi?

Ich habe es auf den Reisen geliebt, dass es ganz anders, freundlicher, entspannter war. Oder gefühlt viel freundlicher. Vielleicht geht es ja Besuchern, die nach Deutschland kommen nicht so. Aber ich war echt geschockt als ich wieder in der Heimat war. Also es hatte natürlich nicht nur Schlechtes. Auf meinem Blog (www.steffistraumzeit.de) habe ich ja auch einen Artikel, was ich am Heimkommen so toll finde und aber auch einen Artikel über „Kulturschock Deutschland“.

Als ich in Deutschland am Flughafen gelandet bin und die ganzen unfreundlichen Gesichter gesehen habe bevor man noch aus dem Flughafen raus ist, da hätte ich am liebsten meinen Rucksack genommen und wär wieder in den Flieger gestiegen. Das ist ein Grundunterschied.

Gelassenheit

Ich bin auf jeden Fall viel gelassener geworden. Am Anfang habe ich mich immer noch tierisch aufgeregt, wenn der Bus vier Stunden Verspätung hatte und irgendwann dachte ich „dann trinke ich halt noch einen Kaffee, rede noch bisschen mit den anderen Leuten, lese mein Buch weiter, irgendwann wird der Bus schon kommen“. Ich habe das Gestresste und Gehetze vom Anfang, die typische deutsche Pünktlichkeit, abgelegt. Ich kann die Situation ja nicht ändern, deswegen muss ich mir jetzt nicht Stress machen, ich kann mich einfach entspannt in die Sonne setzen.

Das ist ein Punkt, den ich versucht habe wieder mit nach Hause zu nehmen, was aber schwer ist hier durchzuhalten, weil die Uhren hier anders ticken.

Lächeln und Leute kennen lernen

Leute ansprechen und offen auf sie zugehen ist einfacher geworden. Vorher muss man keine Panik schieben „ich lern keinen kennen“ oder „wie mache ich das bloß?“. Es passiert einfach. Es funktioniert.

Wenn Leute kein Bock haben, ich lächle trotzdem und sag „hallo“ oder „guten Tag“. Manche grüßen zurück und lächeln, ob das nun die Kassiererin ist oder die Frau auf dem Markt oder wer auch immer. Wenn man in Neuseeland wandert, sagt einem jeder „hallo“ und als ich hier das erste Mal wieder wandern war und jeden gegrüßt habe, habe ich meistens verstörte Blicke geerntet, aber manche haben zurück gegrüßt.

Ich glaube, wenn man einfach lächelt, dann finden es manche bestimmt auch gut und erwidern es.

Wertschätzen, was man hat

Ich habe auch nochmal zu schätzen gelernt, was man hier (in Deutschland) hat. Wir sind ja gut versorgt, wir haben ein gutes soziales Netz. Das war teilweise in Südostasien in verschiedenen Orten erschreckend. Wie die Menschen da leben und trotzdem lächeln und man hat das Gefühl, sie sind trotzdem zufrieden mit dem was sie haben. Hier sieht man die Leute, die viel mehr haben und trotzdem die ganze Zeit unzufrieden sind. Das fand ich sehr faszinierend und interessant. Ich habe mich dann gefragt

„wie können Menschen mit so wenig so glücklich sein und sich mit ihrer Situation arrangiert haben?“

Wenn ihr mehr über Steffis Abenteuer lesen und wissen wollt, in welchen Ländern sie noch unterwegs war, klickt hier: www.steffistraumzeit.de