Laneez

„Wo bist du denn jetzt schon wieder?!?“

Reisen mit kleinem Budget

Wenn ich im Kalender sehe, dass ein langes Wochenende ansteht, dann kribbelt es mir sofort in den Händen und meine Finger huschen über die Tastatur.

Wieviel kostet ein Zugticket ans holländische Meer? Was würde ich für einen Mietwagen bezahlen und wo gibt es in den Vogesen einen guten Campingplatz?

 

Ich muss euch gestehen: Alle zwei Monate brauche ich es, aus Deutschland rauszukommen. Mein uraltes Problem breitet sich dann nämlich wie ein lästiger Ausschlag aus: Alles erscheint mir so gleich in dem Land, in dem ich aufgewachsen bin. Die gleichen Gebäude, die gleichen Lebensmittel, die gleichen Gerüche und das gleiche (deutsche) Gemecker wie jeden Tag 😉

 

Dann sehne ich mich nach Andersartigkeit.

 

Auszeiten in der Andersartigkeit

Schon ein paar kleine Änderungen wie andere Architektur oder von Menschen umgeben zu sein, die eine andere Sprache sprechen, lassen mein Herz hüpfen.

 

Andersartigkeit – etwas, das sich von dem unterscheidet, was man gewohnt ist.

 

Auf mich wirkt das wie heiße Funken, die ein Buschfeuer auslösen: Die Ideen in meinem Kopf lodern auf und mein Geist steht in Flammen! Ich liebe dieses Gefühl!

 

 

Neues entdecken, in unbekannte Welten eintauchen, auf Entdeckungsreise gehen, neue Impulse bekommen. Im Alltag fällt es mir immer wieder schwer, diesen Zustand zu erreichen.

Ich gab immer wieder der alltäglichen Routine und Verpflichtungen die Schuld für mein Unbehagen. Andere schaffen es doch auch, sich wohl zu fühlen, wenn alles immer gleich ist. Warum fällt es mir jedoch so schwer?

Weil mein Persönlichkeitstyp das braucht!

Egal, welchen Test ich in den letzten Jahren gemacht habe, das Ergebnis war immer gleich: Ich brauche Abwechslung und Herausforderung, sonst gehe ich ein 😉

 

Wer mehr über die Tests erfahren oder wer sie selbst machen möchte, kann hier nachlesen:

 

Prioritäten setzen

Wenn ihr viel reisen wollt, dann ist es unerlässlich, Prioritäten zu setzen.

Bei kürzeren Trips geht es mir meist um kurze Auszeiten. Entspannung, sich treiben lassen. Bei einem manchmal ohnehin schon stressigen Berufsalltag muss ich nicht auch noch mein Wochenende mit pausenlosem Sightseeing bei einem Städtetrip füllen.

Mittlerweile zieht es mich deshalb immer wieder an einen Ort, an dem ich schon einmal war. Sightseeing auf mehrere Wochenenden verteilt.

 

Den Haag (Niederlande) und Ericeira (Portugal) sind momentan solche Orte.

 

In Ericeira kann ich euch übrigens absolut das Guest House und Hostel Laneez empfehlen. Ein Traum – vor allem zwischen November und Februar, wenn die Surfsaison noch nicht angefangen hat, ihr euch nach Sonne und 15°C sehnt.

 

Hier habe ich auch die Ruhe und den kreativen Input, den ich zum Schreiben brauche.

 

 

Den Haag nutze ich dann schon eher zum Entspannen. In Stuttgart, wo ich momentan wohne, fehlt mir das Meer so sehr, da zieht es mich immer wieder zum großen, weiten Ozean!

 

Übernachtung

Ich bin jemand, der manchmal recht viel Zeit für sich braucht. Dennoch will ich mich nicht abschotten von Land und Leuten. Vor allem habe ich das Glück, immer super interessante Menschen auf meinen Reisen zu treffen!

Ich mag es, Menschen zu treffen. Egal ob Einheimische oder andere Reisende – beim reisen möchte ich neue Kontakte schließen, neue Erfahrungen machen, neue Geschichten hören, neues Essen probieren. Und ja, all das auch an einem langen Wochenende von nur 4 Tagen.

 

Und wo trifft man Menschen, wenn man allein unterwegs ist?

Genau, in Hostels oder wenn man Couchsurfing oder AirBnB nutzt.

 

 

Der Nebeneffekt bei dieser Art von Unterkünften? Es ist günstig.

Eine Hotelübernachtung ist weitaus teurer. Aber das ist mir auch einfach zu unpersönlich.

 

Essen

Selbst kochen ist eine günstige Alternative zum Restaurantbesuch. Für mich ist dieser Aspekt mittlerweile sehr wichtig, weil ich immer mehr mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu kämpfen habe und Essen im Hotel/Restaurant manchmal einfach kein Spaß macht.

 

Bei gutem Wetter kaufe ich mir gerne auch Salat und setze mich in den Park. Dafür habe ich immer eine Spork im Rucksack, sehr nützlich!

 

Von A nach B

Blablacar

Blablacar ist eine tolle Möglichkeit, günstig von A nach B zu kommen. In den letzten eineinhalb Jahren musste ich allerdings feststellen, dass immer weniger Fahrten angeboten werden (vermutlich durch die Nutzungskosten der Plattform) und sich leider Angebote und Nachfragen nicht wirklich auf andere Portale verteilen. Suchen lohnt sich trotzdem!

Wer sein Leben nicht gerne (tollkühnen) Autofahrern anvertraut, kann auch selbst fahren und andere mitnehmen. Ich habe schon mehrfach ein Auto bei www.billiger-mietwagen.de gemietet und die Kosten mit Mitfahrern geteilt.

 

Deutsche Bahn

Ich habe ein sehr gespaltenes Verhältnis zur Deutschen Bahn. Einerseits mag ich es, mich einfach in den Zug zu setzen und mich fahren zu lassen. Meist arbeite ich, je nach Länge der Strecke, noch ein bisschen am Laptop. Oft höre ich aber auch einfach nur Musik oder Podcasts.

 

Die hässliche Seite der Deutschen Bahn? Die Ticketpreise können sehr hoch sein. Für Kurzentschlossene fällt diese Möglichkeit schnell raus. Für diejenigen unter euch, die gerne langfristig planen, lohnt es sich den Sparpreis-Finder (übrigens auch für Europa) zu nutzen.

 

Flixtrain

Diese Woche habe ich zum ersten Mal den Flixtrain benutzt. Als ich vor ein paar Monaten nach günstigen Tickets in den Norden suchte, staunte ich nicht schlecht: Die Deutsche Bahn weiß, wie man Geld macht! 154€ hätte mich eine Strecke gekostet (normalerweise bekommt man Tickets zwischen 60 und 90€). Warum? Weil ein Feiertag (Fronleichnam) in diesen Zeitraum fiel.

 

Mit dem Flixtrain war es zwar umständlicher (da das Streckennetz noch nicht so gut ausgebaut ist und ich zusätzlich noch Teilstrecken mit Flixbus und Blablacar fahren musste) und ich habe insgesamt 10 Stunden gebraucht. Aber ich verpasse sowieso grundsätzlich den Anschluss in Hamburg und benötige für die gleiche Strecke dann 8-8,5 Stunden.

 

Kurzer Preisvergleich: 32€ Flixtrain/-bus und Blablacar; Deutsche Bahn 154€…

ja, eine 10 Stunden Fahrt lohnt sich!

Flixtrain Personal? Viel netter!

Kostenloses Wlan? Ohja!

 

Flixbus

Bei längeren Strecken versuche ich den Flixbus zu vermeiden. Warum? Staus machen aus einer 4-5 stündigen Fahrt schnell eine 6-7 stündige.

Ansonsten finde ich den Flixbus eine super und günstige Alternative zur teuren Deutschen Bahn.

 

Längere Aufenthalte

Solltet ihr euch länger als 2-3 Wochen in einer Gegend aufhalten wollen, dann lohnt sich auf jeden Fall auch Freiwilligenarbeit. Bei helpx und workaway helft ihr aus, bekommt zwar kein Geld, aber schont euer ohnehin schon niedriges Budget. Wer mehr darüber erfahren will, darf gerne hier weiterlesen :

https://www.weltenreflexion.de/helpx/ und

https://www.weltenreflexion.de/5-dinge-die-ich-waehrend-der-freiwilligenarbeit-und-meiner-reise-in-europa-gelernt-habe/#comment-588

 

 

Oder habt ihr bei euren Reisen Leute getroffen, die ihr gerne wiedersehen würdet? Wohnen sie nicht allzu weit weg? Wo wohnen sie nochmal? 😉

Nehmt Kontakt auf und besucht sie!

 

Fazit

Ich reise gerne. Ich brauche und liebe Neues und Abwechslung. Es bringt neuen Schwung in den manchmal tristen Alltag und die nötige Distanz, um noch einmal Energie zu tanken.

 

Ich liebe es, neue Leute zu treffen und ihre Geschichten zu hören.

 

Lebensgeschichten, Reisegeschichten, Träumen und Erfahrungen. Sie entführen uns in andere Welten, inspirieren, fordern uns unbewusst auf, neue Welten zu entdecken, die wir bisher nicht in Betracht gezogen haben.

 

 

Wo geht es für euch als Nächstes hin? 😉